Landesmuseumsdepot, Schwerin

Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern

In Schwerin sollen Werkstätten und Depots gebaut werden, in denen die archäologischen Funde auf dem mordernsten Stand der Technik aufbereitet und sicher gelagert werden können. Die Depots und Werkstätten werden dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und dem Staatlichen Museum Schwerin zur Verfügung stehen. Später ist ein Archäologisches Museum in Schwerin geplant.

Das neue Depot- und Werkstattgebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände zwischen Schweriner Schloß und Ostdorfer See soll verbinden - See und Stadt, unten und oben, Natur und Kunst, alt und neu, Vergangenheit und Gegenwart. Es stärkt die vorgefundenen landschaftlichen und städtischen Strukturen - vermittelt, den Hang in Stufen nachbildend und in den Hang geschoben zum 14 m höher gelegenen ehemaligen Kasernengelände im Norden. Die beiden Obergeschosse des Neubaus bilden als scheinbar zweigeschossiges Gebäude den räumlichen Abschluss des ehemaligen Kasernengeländes nach Süden und setzen die Remise in zeitgemäßer Form fort.

Die Fassaden unterstützen diesen Übergang von unten nach oben. Die der Fassade vorgesetzten farbigen Holzstangen im Süden bilden einerseits das am Ufer wachsende Schilfrohr, andererseits den Barcode nach, mit dem eingelagerte Gegenstände ausgezeichnet werden, und verbindet so Natur und Kunst. Der nachts durch LEDs von unten beleuchtete Zwischenraum zu den dunkel eingefärbten Depots gibt dem Stadtbild einen neuen attraktiven Akzent.

Das geplante Konzept eines +Energie-Depots in Modulbauweise, zeichnet sich durch eine speziell für Kunstdepots entwickelte energetisch, klimatisch und wirtschaftlich optimierte Halbfertigteil-System-Thermowand mit einem U-Wert von < 0,14 als Außenhülle aus.

  • Auslober Land Mecklenburg-Vorpommern

  • Bearbeitungszeit 2012