Yiwu Städtebau

12/01/2018

Yiwu Städtebau

Provinz Zhejiang, China

Der Wettbewerbsauftrag lautete ein neues aktives Stadtzentrum für Yiwu in der chinesischen Provinz Zhejiang, 120 km südlich von Hangzhou, zu entwickeln. Das Wettbewerbsgelände liegt am südlichen Flussufer der Stadt, das umliegende Gebiet ist bereits für sportliche und kulturelle Aktivitäten entwickelt worden.

Dem Konzeptgedanken der runden Formen liegt die chinesische Kalligraphie zu Grunde. Der Strudel ist inspiriert von einem Wirbel Tusche in einer runden Wasserschüssel. Der Entwurf stellt den Wirbel gegenüber eines fixen geradlinigen Rasters, welche das historische und das moderne China symbolisieren. Die daraus resultierenden frei schwingenden Kurven und die geraden Formen sind jeweils für sich sehr individuell und bilden trotzdem ein Ganzes. Der zentrale Punkt des Komplexes ist das große Wasserbecken, umgeben von Gebäudewirbeln.

Durch das geradlinige Rastersystem bieten sich gelegentliche Ausblicke auf das ruhige Wasser im Inneren. Jedes Quartier ist in verschiedene Nutzungszonen unterteilt, verbunden durch ein U-Bahnnetz gelangt man direkt zu den Büro- und Einkaufsbereichen. Ineinandergreifende Brücken und Wege führen zu Unterhaltung, Shopping, Kino, Restaurants und Parklandschaften. Die Fußgänger- und Radwege folgen dem geschwungenen Design der Spirale.

  • Auslober Yiwu City Council

  • Preisgericht 2.Platz

  • Bearbeitungszeit 10/2008

Effizienz auf allen Ebenen

03/12/2015

Architekteninterview mit Alexander Schwab Architekten: Effizienz auf allen Ebenen

Schwerpunkt Nichtwohnbau

Was zeichnet einen modernen Firmensitz aus? Welche Ansprüche sollten Unternehmen an ihr Verwaltungsgebäude stellen?
Ein moderner Firmensitz sollte immer ein Identifikationsort für die Firma, die Mitarbeiter und seine Umgebung sein. Wer im großen Maßstab baut, der trägt in besonderem Maße Verantwortung für das Umfeld, in dem er baut; für die jeweilige Straße, den Platz oder sogar für die ganze Kommune. Und auch in anderen Bereichen sollte ein Verwaltungsgebäude nachhaltig geplant sein; es sollte eine hohe Wirtschaftlichkeit bieten, flexibel an unterschiedliche Organisationsformen anzupassen sein, einen geringen Energieverbrauch bei optimalen klimatischen Bedingungen des Arbeitsplatzes haben, einen geringen Input an „grauer Energie“ aufweisen und außerdem langlebig sein und geringe Unterhaltskosten ermöglichen.

Welche Anforderungen stellen sich an den modernen Industriebau?
In einem zeitgemäßen Industriebau sollte vor allem ausreichend Tageslicht vorhanden sein. Denn mit einem hohen Tageslichtanteil spart man erhebliche Energiekosten für künstliche Beleuchtung. Gleichzeitig fallen Lese- und Sortierarbeiten leichter und es gibt geringere Fehlerquoten. Ebenso steigt durch die Wahrnehmbarkeit von Tageszeit und Wetter die Arbeitsplatzzufriedenheit und es sinken die Krankheitsraten. Und da Industriebauten in Deutschland meist eingeschossig sind, stellt die Realisierung technisch in der Regel kein Problem dar.

Welche Anforderung gibt es speziell bei Logistikhallen, die ja den Schwerpunkt Ihrer Arbeit darstellen?
Eine gut geplante Logistikhalle sollte nicht nur einen guten Standort mit optimaler Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr haben, sie sollte auch eine hohe Energie-Effizienz aufweisen und eine hohe Flexibilität für eine eventuell veränderte Nutzung bieten. Wichtig ist außerdem ein möglichst hohes Maß an Vorfertigung, um so eine möglichst schnelle Fertigstellung des Gebäudes zu erreichen.

Wie ist eine optimale Arbeitsstätte architektonisch gestaltet?
Das hängt natürlich von der betreffenden Arbeit ab. Es gibt große Unterschiede zwischen Arbeitsplätzen in Büros, Labors, in der Logistik, in der Produktion oder in einem Krankenhaus mit Wäscherei, Großküche und Krankenstationen. Sucht man nach dem, was all diesen Arbeitsstätten gemeinsam sein könnte, dann kommt man schnell zu einer Ausstattung mit Sozialräumen,  Fitnessbereichen, Pausenräumen sowie mit begrünten Freibereichen, in denen Sitzgelegenheiten vorhanden sind. Ebenso wichtig sind Licht, Luft, wenig Lärm, helle Oberflächen sowie eine angenehme Klimatisierung.

Welche speziellen Herausforderungen stellen öffentliche Bauwerke?
Öffentliche Bauwerke sollten je nach Umfang des Kundenverkehrs eine gute Orientierung bieten und außerdem sehr robust gestaltet sein. Denn häufig werden sie vor allem durch Einmalbesucher oder seltene Besucher frequentiert, die sich kaum auskennen und die auch keinen Bezug zu dem Gebäude haben.

Wie lassen sich hochwertige Gestaltung und Bezahlbarkeit harmonisch vereinen?
Indem man nicht nur auf die Herstellungskosten schaut, sondern auch die Unterhalts- und Instandhaltungskosten in seine Rechnung mit einbezieht. Im Laufe eines Gebäudelebens machen diese Kosten rund 80 Prozent der so genannten Lebenszykluskosten aus, mit denen die Gesamtkosten eines Gebäudes von der Erstellung bis zum Abbruch und zur Entsorgung zusammengefasst werden. Damit zahlt sich jeder Euro, der in mehr Qualität und weniger Unterhalt gesteckt wird, gleich vierfach aus!

Woran sollten Bauherren nicht sparen?
An den Kosten für Architekten und Fachplaner. Denn was in der Planungsphase nicht bedacht oder schlecht gelöst wird, das führt in der Ausführung und Benutzung des Gebäudes fast zwangsläufig zu Ärger, zu erhöhten Unterhaltskosten und damit zu einem geringeren Wert des Gebäudes in der Wiederveräußerung. Im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Gebäudes machen die Planungshonorare nur etwa drei Prozent aus. Wer hier spart, der spart am falschen Fleck!

Wie ist das Thema Nachhaltigkeit im Bewusstsein der Bauherren verankert?
Private und öffentliche Bauherren haben mittlerweile ein großes Interesse am Thema Nachhaltigkeit. Der gewerbliche Bauherr und der Investor, die nur die Kaltmiete betrachten, sind im Vergleich noch deutlich zurückhaltender. Es hängt also im Wesentlichen davon ab, wer die Energiekosten tragen muss. Der Eigennutzer ist da inzwischen sehr sensibel. Doch auch bei ihm reduziert sich das Thema Nachhaltigkeit meistens auf die Betrachtung der reinen Energieeffizienz.

Wie lassen sich Gebäude besonders energieeffizient gestalten? Wie sieht eine moderne Wärmeversorgung aus?
Da Menschen schon immer mit knappen Energieressourcen leben mussten, haben sie seit jeher versucht, möglichst energieeffizient zu bauen. Der erste Schritt dazu ist eine landschafts- und klimaangepasste Bauweise, die sich aus der jeweiligen Bautradition einer Region ableiten lässt. Darüber hinaus ist es letztlich eine persönliche Entscheidung, ob man eher zu Low-Tech oder eher zu High-Tech neigt. Deutschland und einige wenige andere Länder sind in diesem Sinne eher als High-Tech-Länder zu bezeichnen, das ist aber eher die Ausnahme. Für die große Mehrheit der Menschen weltweit werden unsere heutigen modernen Technologien auch langfristig keine Lösung sein können. Weniger bedeutet deshalb meist mehr. Auf Deutschland bezogen sehe ich die größte Zukunft in dezentralen, quartiersbezogenen Blockheizkraftwerken (BHKW) mit der dafür typischen Kraft-Wärme-Kopplung. Dort, wo es möglich ist, ist außerdem die Geothermie eine gute Lösung. Ihr Einsatz ist regional allerdings sehr begrenzt.

Wie sind die Abläufe bei einem individuell geplanten Projekt?
Architekten planen an sich nur individuell; also zugeschnitten auf den jeweiligen Ort, das jeweilige Klima und den jeweiligen Nutzer. Der Ablauf ist immer sehr ähnlich und wird ganz gut in den Leistungsphasen der HOAI beschrieben. Tatsächlich beginnt unsere Leistung aber meist früher, nämlich schon in der Phase der Bedarfsermittlung. Denn sehr oft weiß ein Bauherr gar nicht genau, was er eigentlich will. Dann beraten wir ihn nicht nur hinsichtlich des Raumbedarfs, sondern auch grundsätzlich zu wirtschaftlichen und weniger wirtschaftlichen Lösungen auf seinem Grundstück.

Welches Potenzial bieten Siegel und Zertifikate zum nachhaltigen Bauen?
Siegel schaffen Transparenz und machen die Qualitäten eines Gebäudes und damit seines Wertes auf einen Blick sichtbar. Im Bereich von Logistikhallen ist die Nachfrage nach Zertifikaten inzwischen so hoch, dass eine neue Logistikhalle, die nicht mindestens DGNB-Silber erfüllt, kaum noch zu einem ordentlichen Preis verkauft werden kann. Das gleiche gilt für die Finanzierung durch die Banken, für die die Werthaltigkeit einer Immobilie ein wichtiger Aspekt für die Höhe des Kredits und des Zinssatzes ist. Ebenso sind Firmen, für die die Nachhaltigkeit zum Firmenethos gehört, sehr daran interessiert, dass die firmeneigenen oder auch die angemieteten Immobilien ein Nachhaltigkeitszertifikat besitzen.

Büroprofil : ASA Alexander Schwab Architekten

03/05/2015

Das Münchener Architekturbüro ASA Alexander Schwab Architekten ist mit seinen drei Schwerpunktbereichen Standortberatung, Architekturleistung und energieeffiziente Planung deutschlandweit und international tätig. Das siebenköpfige Team um Alexander Schwab und Sarah J. Bourne hat sich auf die Umsetzung von Wohn-, Büro- und Gewerbeimmobilien, insbesondere im Logistikbereich spezialisiert. Um eine individuell zugeschnittene Planung sicherzustellen, setzen die Architekten auf eine intensive Begleitung in sämtlichen Projektphasen – von der ersten Entwurfsidee über die Eingabe- und Werkplanung bis zur Bauleitung und Abnahme.

Das Büro ASA Alexander Schwab Architekten wurde 1966 durch Gerhard Huxoll gegründet. Seit 1993 firmierte es als Huxoll+Schwab Architekten, seit 1998 als Alexander Schwab Architekten. Mittlerweile wird das Büro seit 2005 in einer Büropartnerschaft mit Sarah J. Bourne geführt. Dem international besetzten Team gehören Architekten, Stadtplaner und Ingenieure an.

Zu den bislang realisierten Bauvorhaben von ASA Alexander Schwab Architekten zählen der Airport Business Park (ABP) in Schwaig am Flughafen (2001/2002), die Hauptverwaltung der Lufthansa in Köln (2006 – 2009), das Office Center Oberhaching (2008/2009), die Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses in München (2010 – 2012) sowie die 3-fach-Sporthalle an der Bavarian International School (BIS) in Haimhausen bei Dachau (2005 – 2015).

Die hohe Leistungsfähigkeit von ASA Alexander Schwab Architekten im Bereich Energieeffizienz wird durch eine BREEAM-Zertifizierung belegt. Seit 2015 ist das Büro außerdem vom TÜV Rheinland-Pfalz mit dem Qualitätssiegel „Planer am Bau“ zertifiziert.

ILC Immogate Logistic Center Schwaig

17/04/2015

ILC IMMOGATE LOGISTIC CENTER

FLUGHAFEN MÜNCHEN

Das ILC wurde im Oktober 2009 vom DGNB als erste Logistikimmobilie mit Gold zertifiziert.

Das neue Büro- und Logistikgebäude für den Hauptsitz der Firma Immogate befindet sich in Schwaig, in der Nähe des Flughafens München. Die Logistikhalle besteht aus zwei Hallen, getrennt durch eine zentrale Brandwand. Das integrierte Sprinkleranlagen-System ermöglicht jeder Halle eine ununterbrochene Fläche von 10.000 m ².

Jede der beiden Hallen hat zwischen 27-30 LKW Andockrampen, welche das Be- und Entladen von Waren in jeden Bereich der Halle ermöglichen. Durch die Unterteilung jeder Halle in acht separate Vermietungseinheiten wird eine große interne Flexibilität erreicht. Bereits in der frühen Entwurfphase wurde ein Nachhaltigkeitskonzept für das Projekt entwickelt.

Der wirtschaftliche Einsatz von Materialien wurde durch Verwendung von CO²-neutralen Holzbindern für die Dachkonstruktion, dem Hallenboden in Beton ohne Stahlbewehrung und durch extra energiesparende Deckenbeleuchtungen sowie viel natürliches Licht vom Dach erreicht.

Fassadenpreis 2013

12/06/2014

Artilleriestraße. 11 nach der Sanierung, Ansicht von Osten

Artilleriestraße 11 hat den Fassadenpreis 2013 der Stadt München erhalten

"Der Fassadenpreis ist der Klassiker unter den Architekturpreisen. Seit mehr als 40 Jahren erscheinen in schöner Regelmaßigkeit Bilder von herausgeputzten Altbauen. Der Preis ist die beste Werbung für denkmal-und fachgerechte Renovierungen. Er soll Ansporn für Hausbesizter sein, deren Engagement für ein schönes Stadtbild öffentlich gelobt wird.

Es kommt auf das Detail an. In diesem Fall sind es die Fenster. Vor der letzte Sanierung des Hauses aus dem Jahr 1900 in der Atilleriestraße waren sie ungeteilt und vermittelten einen tristen Eindruck. Sie wurden durch gut strukturierte Fenster ersetzt, die Fassade hatte ihre ehemals vorhandene Harmonie wieder zurück."

Süddeutsche Zeitung 12.06.2014

Artilleriestraße. 11 nach der Sanierung, Ansicht von Osten
Artilleriestraße. 11 nach der Sanierung, Ansicht von Osten
Artilleriestraße. 11 nach der Sanierung, Ansicht von Osten Südwestern
Artilleriestraße. 11 nach der Sanierung, Ansicht von Südwestern

Artilleriestraße 11  Baujahr 1897/98

Artilleriestrasse 11 Ansicht Südwestern vor und nach der Sanierung
Artilleriestrasse 11 Ansicht Südwestern vor und nach der Sanierung
Artilleriestrasse 11 Treppenhaus vor und nach der Sanierung
Artilleriestrasse 11 Treppenhaus vor und nach der Sanierung
Artilleriestrasse 11 Eingangsflur vor und nach der Sanierung
Artilleriestrasse 11 Eingangsflur vor und nach der Sanierung